Reise durch die Schweiz

Tortour 2015

Am Donnerstag 13.8  wurde am Rheinfall in Schaffhausen-Neuhausen die Tortour mit dem Prolog gestartet. Letztes Jahr habe ich bei der Tortour-Challenger mitgemacht und dieses Jahr will ich die grosse Tour machen; die Tortour selber. 1000km – 16000hm sollten reichen um das Rad aus dem Keller zu holen.
Ich habe mich sehr gut auf das Rennen vorbereitet und war sehr motiviert. Letztes Jahr war ich wegen dem Prolog ziemlich nervös. Dieses Jahr nahm ich es viel lockerer.
Der Prolog ist eine ca. 800m lange Strecke 500m flach, dann 300m mit 40hm den Hügel hoch. Das ganze wird erschwert, durch eine enge Kehre nach der direkt die Steigung beginnt. Es ist da wichtig, im richtigen Augenblick zu schalten.
Es wurde zu dritt gestartet. Nach dem Start war ich der letzte, war aber auch so gewollt. So braucht man nur hinterher zu fahren und kann ein paar Körner sparen. Als es dann berghoch ging, habe ich zu früh zurück geschaltet und die Beine traten ins leere. Jetzt war ich noch weiter hinten. Den Führer auf dem flachen, habe ich schnell überholt. Der zweite dann im obereren Streckenteil im steilsten Stück., da wo mir fast die Augen rausfallen. Schlussendlich wurde ich dann 10. mit 5 Sekunden schneller als letztes Jahr.
Laut dieser Platzierung, wird dann die Startreihenfolge festgelegt. Meine Startzeit: 0:38Uhr Freitag in der Früh.

Prolog

Prolog volle Kanne

1. Etappe von Schaffhausen bis Chur

Wie schon oben geschrieben, startete ich am Freitag Morgen um 0:38Uhr. Als ich um halb vor Mitternacht aufstand, war das Auto gepackt und bereit.. Sie haben mir schon am Donnerstag alle Arbeit abgenommen. Ich fühlte mich wie ein Pascha.
Um Mitternacht war es noch angenehm warm und ich war voll motiviert. Es gab nur ein kleines Problem. Ich hatte seit Dienstag fast nichts mehr geschlafen. Am Mittwoch haben Ändri und ich das Begleitfahrzeug gepackt, in Bern Mänu und Marius aufgelesen und sind nach Neufelden bei Schaffhausen ins Hotel Rheinfall gefahren. Es war so unglaublich heiss in dem Zimmer, dass man da nicht schlafen konnte. Am Donnerstagabend um 20Uhr hatte es noch 30°C. An dem Abend habe ich genau 1h geschlafen.
Aber weiter mit der Reise. Von Schaffhausen nach Frauenfeld ging es mehr oder weniger flach. Ich versuchte ein gleichmässiges Tempo zu fahren, was mir auch gelang. Nur war mein Tempo so gleichmässig, dass mich sehr viele überholten. Jedenfalls hatte ich das Gefühl letzter zu sein. Von Schaffhausen nach Frauenfeld durfte mich die Crew nicht begleiten. Muss sagen, war froh das es so war. Dadurch war viel weniger Verkehr auf der Strecke und es war um einiges gemütlicher und ruhiger als letztes Jahr auf der 1. Etappe.
In Frauenfeld habe ich nur neue Getränke gefasst und bin direkt weiter. Bis dahin hatte ich schon 2 Gels und 750ml Getränk runter.
Der Teil Frauenfeld – Unterwassern war flach. Ich fahre gerne in der Nacht. Es ist still, die Strasse sind leer. Man bewegt sich nur in seinem Lichtkegel. Ich fühle mich dann sehr wohl. Gegen Ende stieg die Strasse langsam an. Ich glaube das nennt man das Toggenburg. Ach, apropo Toggenburg. Es ist unglaublich wie viele Ortsnamen mit Wil es dort in der Region gibt.

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Start am Morgen früh

100m vor der TS war dann noch eine Ampel die gerade auf Rot umschaltete. Habe aber brav gewartet, wie bei jeder anderen Ampel auf der Strecke.
Kurz vor der TS habe ich mich mit meiner Crew besprochen, dass ich meine Knielinge gerne anziehen würde. Bei der TS war aber niemand da. Bin noch auf den Parkplatz gefahren. Da war auch niemand.
Bisschen sauer, bin ich dann weiter gefahren. Ok, was soll’s fahr einfach weiter. Nach der TS ging es direkt den Berg hoch. Bei der 1. Kehre standen sie dann da. Naja, haben es ja gut gemeint. Habe dann aber nur die Flaschen aufgeladen und fuhr weiter. Oben in Wildhausen angekommen, freute ich mich auf die Abfahrt. Es ist eine breite Strasse mit sehr gutem Asphalt. Eigentlich dachte ich, dass das Begleitauto sich an mich anhängt und mir die Strasse mit den Scheinwerfern ausleuchtet. Aber nada, da war keiner hinter mir. Musste im Finstern runter fahren. Also nochmals sauer werden. Ist das ein krampf. –Später auf Strava (das Facebook der Sportler) sah ich, dass ich gerade mal 4Minuten langsamer war, als das letzte mal bei Tageslicht.-
Es ist einfach sauer zu sein, wenn man alleine in der Nacht auf dem Rad sitzt. Vor allem vergisst man sauer zu bleiben.
Im Tal angekommen, gings dann schnurstracks gerade aus an den Rhein. Auf dem Rheindamm fuhren wir ca. 20km bis nach Bad Ragaz und dann weiter nach Chur.
Anfangs Chur fing der Regen an. Ein Blick in das Surselva Tal sah auch nicht besser aus. Es war total mit Wolken verhangen und sah nach sehr starken Regen aus. Ich zog die dünnen Beinling und die dünne Regenjacke an.

Im Morgengrauen

Im Morgengrauen

Etappe Chur – Morges

In Chur fuhr ich im Regen los. Trotzdem freute ich mich auf die Reise über die Pässe. Von Chur ging es nach Bonaduz und dort durch das Surselva-Tal. Wünderschon ist es da. Fahre immer wieder gerne da durch. Ich wurde mal gefragt, ob ich überhaupt etwas von der Gegend sehe. Ja, das ist die grösste Motivation für solche Rennen. Mir gefällt das so Stunden lang durch die Gegend zu fahren. Darum habe ich auch nie Musik auf den Ohren. Mich stört das, habe lieber die Stille und kann so die Umgebung besser wahr nehmen.

Das mein ich...

Das mein ich…

Nach Ilanz geht es zuerst ziemlich Flach das Tal hinein. Durch das schlechte Wetter gab es auch sehr wenig Verkehr. Fast keine Motorräder und Sportcabriofahrer.
In Disentis war dann die nächste Time Station. Ich habe mich nicht lange versäumt und bin direkt weiter gefahren. Es regnete immer noch. Jetzt ging es über die grossen Pässe, Oberalppass, Furkapass und Grimselpass. Richtung Oberalppass wurde der Regen immer schlimmer. Oben auf dem Pass goss es in Strömen. Auf 2000m war es auch nicht mehr so warm, darum habe ich meine Regenjacke angezogen bevor ich losgefahren bin.
Die Strasse vom Oberalp ist super breit und super Asphalt. So kann man auch im Regen Gas geben. Der Nachteil, man hat nicht gerade viel gesehen.
Unten dann, durch Andermatt und in Richung Realp. Ist ein hässliches Tal von Hospental bis Realp. Ne, nicht die Natur ist hässlich, sondern der Wind und gewöhnlich ist es auch immer kalt.
Von Realp Richtung Pass kann man nicht viel sagen. Ich mag den Pass. Hat 13km und ich teile ihn immer in 3 Teile. Teil 1 Realp-Galenstock, da kann man die Aussicht geniessen. Dann von dort bis zum Sidelbach. Dieser Teil ist eher flach. Ist man beim Sidelbach dann ist man auch schon fast oben auf dem Pass.
Oben angekommen, bin ich direkt weiter. Das Wetter war immer noch das gleiche, Regen. So braucht man sich nicht dauernd umzugewöhnen und man wird nur einmal nass. Wir hatten ja jetzt den ganzen Sommer trocken genug. Da kann es ruhig genau an diesem Wochenende regnen.

Radeln im Regen

Radeln im Regen

Furka runter ging es auch wieder razfaz. So noch die Grimsel und dann hätten wir es vorläufig mit den Pässen. 2 grosse Pässe und viele kleine im Jura habe ich aber noch vor mir. Aber jetzt erst mal hoch auf die Grimsel.
Guten halbe Stunde war ich oben. Von Gletsch hoch ist es auch nur ein Katzensprung auf den Pass. Die Timestation war unten im Hospiz. Beim ersten Stausee über die Mauer und da hoch. Man war das steil, da hoch zum Hotel. Die Strasse war mit Steinplatten ausgelegt und bei der Nässe auch ziemlich glatt. Oben habe ich dann etwas gegessen, getrunken und mich dann auf den Weg in Richtung Innerkirchen gemacht. Ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung mehr wie ich da runter bin. Irgendwie habe ich keine Erinnerung mehr an diese Abfahrt.
War wohl ziemlich langweilig und gemütlich.
Von Innerkirchen – Aareschlucht – Meiringen. Dann durch das Tal Richtung Brienz. Die Strecke am Brienzersee mag ich. Ist schön da. Habt ihr mal bemerkt, dass es auf dem Brienzersee keine Segelschiffe gibt? Ein Einheimischer hat mir mal gesagt, ausser wenn Sturm ist, gäbe es kein Wind auf dem See.
Auch auf dieser Strecke war sehr wenig Verkehr. Hat auch noch immer geregnet. Irgend wann kam ich dann in Interlaken an. Hier musste ich die Timestation ziemlich lange suchen. Als ich sie endlich gefunden habe, habe ich unterschrieben und mit den Leuten da ein bisschen rumgealbert. Mir ging es wirklich gut. Trotz Regen fühlte ich mich noch sehr wohl.
Ohne lange Pause fuhr ich dann Richtung Spiez. Unterwegs habe ich einen Rennradler(kein Teilnehmer) eingeholt. Ich habe ihn überholt und er hat sich in meinen Windschatten gehängt. Paar Kilometer weiter kam er neben mich und fragte mich wie lange ich schon unterwegs sei. „Na, so ca. 350km von Schaffhausen. Und Sie?“, habe ich gefragt. „Ok! Von der Arbeit nach Hause“, sagte er und ist wieder in meinem Windschatten verschwunden.
In Spiez kam dann ein neuer Mann zum Team um meine Crew zu unterstützen. Meine Leute haben mich in Spiez mit einer Welle empfangen. Macht Spass so. Auf der Strecke zwischen Interlaken und Spiez hatte ich zum ersten mal mühe etwas zu essen und zu trinken.
Jedesmal wenn ich ein Schluck nahm, kam mir die Magensäure hoch und es brannte ziemlich heftig in der Speiseröhre. Im Simmental habe ich es noch mit Gel probiert. Konnte es fast nicht mehr schlucken. Dauernd bekam ich Schluckauf und dieser brannte wie Feuer. Die säurehemmenden Pillen, die ich mit hatte haben auch nicht mehr geholfen.
Mehr Sorgen machte mir der Jaunpass. Ich bin den Pass irgendwann im Mai gefahren und hatte ihn als sehr steil in Erinnerung.
Kurz vor der Abzweigung zum Pass, probierte ich nochmals etwas zu essen. Der Brechreiz war ziemlich stark und es brannte wie Feuer, also liess ich das mit dem Essen sein.
Er war noch steiler als die Erinnerung. Du meine Güte war der steil. Ich habe die Gänge gesucht, ich weiss nicht wie oft ich versucht habe, einen leichteren Gang reinzulegen. Da war aber nichts mehr.
So schlich ich langsam den Pass hoch. Ich wurde dauernd überholt. Die Moral sank. Irgendwann kam ich dann oben an. Ich probierte es nochmals mit Cola und den Bergrunter mit einem Gel. Bergab ohne Belastung ging das Essen besser, das heisst, der Schluckauf setzte nicht ein.
Da Bergrunter hatte ich extrem kalt. Ich hatte nicht mal auf den hohen Pässe so kalt wie hier vom Jaun runter. In Bulle war die Timestation beim Fussballplatz. Ich war total durchfrohren. In Bulle regnete es nicht mehr und laut Wetterapp soll es in der Region Richtung Genfersee Heute auch nicht mehr regnen. So entschied ich mich umzuziehen. Ändri hat sich erkundigt, ob und wo wir uns in der Umkleidekabine beim Fussballplatz duschen können.
Ja, wir durften. Ist Bulle in einer oberen Liga im Schweizerfussball? Die Spieler sassen im Unkleideraum, zwischen einem riesen Haufen dreckiger Wäsche und lauter Musik. Sie war wirklich Laut, nicht nur Laut.
Wir fanden dann die Trainerdusche, die war einigermassen sauber und ich durfte da duschen. Ich bekam sogar Duschgel.
Mit der frischen Kleidung fühlte ich mich wie neu geboren. Nur essen konnte ich immer noch nicht. Zurück zum Auto aufs Velo und mit frischem Elan weiter. Ich fühlte mich wirklich noch gut.
Ich weiss nicht wie lange später, aber bei einem kleine Anstieg einen Hügelhoch, ging mir die Luft aus. Es ging gar nichts mehr. Ich musste anhalten. Hatte keine Kraft mehr in den Beinen. Der Magen war bis obenhin voll.
Ich ging in die Büsche um den Magen zu entleeren. Es brannte wie Feuer. Ich setzte mich dann ins Auto und machte eine längere Pause. So schlief ich ein. Als ich gewckt wurde, war es dunkel.

Treue Helfer

Treue Helfer

Wir füllten meine Trinkflasche mit Cola und ich machte mich wieder auf den Weg. Ich probierte immer wieder einen Schluck aus der Flasche. Auf der flachen Strecke bis Câteau d‘ Oex ging es einiger massen gut. Einfach langsam.
Den Col des Mosses hoch war nicht einfach. Sobald ich mich etwas mehr anstrengte, fing der saure Schluckauf wieder an. Auch die Cola kam wieder hoch. Solange man fährt, kommt man auch ans Ziel sagte ich mir und so kam ich dann irgend wann auch oben an.
Bergab Richtung Aigle ging es dann wie der Blitz. Ich gab Vollgas.
In Aigle fühlte ich mich wieder besser. Irgendwie erholte ich mich immer wieder ein bisschen wenn ich mich nicht stark belastete. So konnten sich wohl die Speicher wieder etwas auffüllen. 4dl Cola hatte ich von Bulle bis hierher getrunken und noch nichts gegessen.
Von Aigle bis Morges, weiss ich nicht mehr viel, ausser das in Montreux viele Discos noch offen waren und viele junge Menschen unterwegs waren. Irgenwann musste ich nochmals eine Pause machen. Die Beine wollten einfach nicht mehr und ich fühlte mich schlapp.
Kurz vor Morges hat mich ein Mitstreiter überholt und genau das war mein Ende. An einer Ampel habe ich ihn gefragt wie es ihm gehe. Er sagte ihm gehe es nicht schlecht, aber die Zeit würde nicht mehr reichen um die Timestation in Yverdon rechtzeitig zu erreichen.
Ja, genau! Die Zeitlimiten. Habe ich total vergessen. 7h für 100km mit ein bisschen Cola. Von Morges bis Yverdon sind es 80km und habe noch 3h Zeit. Ne, das schaff ich nie mehr. Jetzt fange ich an zu rechnen. Es ist unmöglich das zu schaffen.
In Morges bei der Timestation sagte ich meiner Crew, dass ich es zeitlich bei dem Tempo nicht schaffen werde bis Yverdon und ich mich nicht weiter dieser Tortour aussetzen will. Wieso auch, ich kann ja genau so gut jetzt und hier aufhöhren als 40 oder 50km später. Was ist wenn ich Yverdon trotzdem erreiche? Reicht es dann für Le Locle? Denken ist nicht gut in solchen Rennen. Man sollte einfach nur fahren und das Denken denen überlassen die das auch können.
Ändri sagte, ich solle fahren. Vielleicht erhole ich mich noch. 3x sagte er es. Ich war nahe dran draufzusteigen und loszufahren. Ich sah die andern an. Manu schüttelte den Kopf. Das war dann mein Ende… 550km und ca. 9000hm waren es am Ende.

Zurück in Schaffhausen, haben wir gefrühstückt und mir ging es wieder gut. Ausser dieses brenne im Magen und Speiseröhre. Ich hätte wieder fahren können. Mir tat sonst nichts weh. Weder Knie noch Hintern (naja, nach 550km). Aber es war vorbei.
Ich weiss ich habe einen Fehler gemacht. Ich hätte auf Ändri hören sollen. Solche Rennen muss man fahren bis zum Ende. Wenn die Zeit nicht mehr reicht dann reicht sie halt nicht mehr. Aber man hats versucht bis zu Letzt. In solchen Rennen passiert so viel da muss man durch. Ich habe gelernt und werde diese Tage beim nächsten Rennen vor Augen haben. Nächsten Rennen? Ja, 2016 werde ich nochmals fahren. Und wisst ihr was? Ich freue mich drauf.

Macht Spass

Macht Spass

11 Gedanken zu „Reise durch die Schweiz

  1. Hmmmmm…. fühle mich grad sehr schuldig…… Sorry, das war nicht beabsichtigt!

    Du schreibst:
    „Kurz vor Morges hat mich ein Mitstreiter überholt und genau das war mein Ende. An einer Ampel habe ich ihn gefragt wie es ihm gehe. Er sagte ihm gehe es nicht schlecht, aber die Zeit würde nicht mehr reichen um die Timestation in Yverdon rechtzeitig zu erreichen.“

    Der Mitstreiter war ich…… Ich kann mich sehr gut an die Begegnung mit dir erinnern. Es ging mir da in der tat recht gut. Meine Krise war vom Start (Schaffhausen) bis auf den Furka. War da letzter der Kategorie Solo und musste bis dahin zweimal vom Rad steigen (Schlafentzug und Kälte…). Es war sehr hart und das weiterfahren stand lange auf der Kippe. Bin erst nach dem Furka so langsam in die Gänge gekommen, kam dann von da an aber gut vorwärts.

    Zwischen Aigle und Morges war ich dauernd rechnen und habe mein Team und dich damit ziemlich genervt damit (nochmals Entschuldigung). Du hast natürlich absolut recht. Man soll das Denken denen überlassen die es können 🙂 Nach Morges folgten in der Tat aufgrund der Zeitfenster zwei sehr harte Etappen nach Yverdon und dann nach Le Locle. Es hat mir grad so gereicht, um die TS zeitlich erreichen zu können. Nach Le Locle waren die Zeitfenster dann wieder deutlich besser.

    Dein Abbruch war hart und ich kann deine Enttäuschung sehr gut verstehen. Ob sinnvoll war abzubrechen oder nicht, kann ich dir nicht sagen. Im Nachhinein nützt es aber nichts darüber zu grübeln…. Viel wichtiger ist deine Entscheidung 2016 die Tortour zu finishen!

    Ich drück dir die Daumen und bin überzeugt du schaffst das!

    Vielleicht sieht man sich mal aufm Rad.

    Beste Grüsse
    Michi

    • Hei Michi,
      Herzliche Gratulation zu der Leistung. 🙂
      ich war so fertig, dass ich es nicht geschafft hätte. Ich hätte Essen müssen und dann eine Pause einlegen müssen. Der Tank war total leer. Die Zeit hätte dazu nie gereicht.

      Gruss Lothi

  2. Lieber Lothi, Du bist eine Düse und Du beeidruckst mich sehr. Beim lesen Deines Berichts musste ich ein paar Mal sehr lachen und auch fast einwenig Weinen.
    Bitte machs nächstes Jahr nicht mehr, es sei denn Du schreibst wieder einen solch ausführlichen Bericht.
    Liebe Grüsse aus Bangerten, B

    P.S Kann man diesen harten Grind kaufen? Und wenn ja im Wallis? Besorg mir doch einen, ich wäre schon mit einem Medium zufrieden..

  3. Hi Lothi
    Zum Abbrechen gehört oft mehr Courage als zum Weiterfahren. Vernünftig war es auf jeden Fall. Was bringt es, wenn Du weiterfährst und dann zwei Wochen länger brauchst um wieder auf die Beine zu kommen.
    Von daher kann ich Dein Schlussfazit überhaupt nicht teilen.
    „Ich weiss ich habe einen Fehler gemacht..(..)..Solche Rennen muss man fahren bis zum Ende.““
    Muss man aus meiner Sicht nicht. Du musst Dir doch nichts beweisen. Du weisst, dass Du solche Rennen fahren kannst und nutzt die Zeit lieber für die Vorbereitung auf das nächste Rennen.

    In dem Sinne bis in Ligurien… und wehe, Du bis nicht dort 😉
    Gruss, Lutz

    • Ne, Lutz so einfach ist das nicht. Ich weiss nicht ob ich es geschafft hätte. Solche Rennen brauchen Härte. und eiserner Wille. Die Härte war da aber Wille…
      Die Vorbereitung, das Training, die Kosten, der Ehrgeiz das alles spielt mit und gehört zum Rennen.
      Ist nicht einfach mal um den Bodensee radlen. Meine Aufgabe habe ich mir zu einfach gemacht. Aber ich habe gelernt und will das gelernte im 2016 anwenden. Du bist immer noch eingeladen mich einmal zu begleiten 😉
      Wie wärs mit 1x quer durch Italien und zurück?

  4. Salü Lothi
    dein Bericht von der Tortour ist sensationell geschrieben,so kann ich mir nochmals bildlich die Reise durch die Schweiz durch den Kopf gehen lassen…….Eindrückliche Erlebnisse,sei es die Natur oder auch die Tortour selber.
    War dann auch froh,dass du dich relativ schnell wieder erholt hast.Deine Leistung bei solchen Verhältnissen und dann die dazu kommenden Magenschmerzen,Lothi ich ziehe den Hut vor dir.Ja und am Besten gefällt mir,dass du wieder so voll motiviert bist….
    Gruss Andreas

  5. Vielen Dank für den super Bericht, Lothar, nächstes Jahr stehen wir mit Glocken am Ziel und feiern deine Ankunft. Liebe Grüsse René und Ruth

  6. Super Bericht Lothi!! Deine Berichte sind immer sehr gut beschrieben und man fühlt sich hautnah dabei.
    Schade konntest du das Rennen nicht fertig fahren!
    Doch vielleicht tröstet es dich; frustrierender ist’s noch , erst gar nicht
    starten zu dürfen!!!!!
    Also freue dich aufs 2016 und das wird besser werden.
    Wünsche dir noch gute Kilometer im Herbst und bitte, für mich auch einwenig in die Pedale treten.
    Lg vom Hinkebein und Pechvogel der Nation

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