Pedelec und Fitness für Senioren

Ich meine diese E-Bikes, die mit 25km/h abriegel.
Sind die wirklich so toll für die Fitness?

Ich bin heute gemütlich mit dem Rad das Rhonetal runter gefahren. Wirklich ganz langsam mit einem leichten Rückenwind. Unterwegs kam ein älteres Ehepaar langsam tretend mir entgegen. Beim Vorbeifahren sah ich, dass beide so ein E-Bike fuhren.
Ich bin jetzt kein Fitnessguru aber ich glaube nicht das solche Räder unbedingt der Gesundheit förderlich sind. Wohl eher das Gegenteil. Die Gefahr von Verletzungen im Strassenverkehr ist wahrscheinlich grösser als, der Gesundheitliche nutzen vom diesem langsamen Treten, bei dem der Kreislauf kaum in Anspruch genommen wird.
Jeder Spaziergang wird da wohl mehr bringen.

Ich werde  älteren Personen nicht raten so ein Fahrzeug zu kaufen. Für das Geld lieber ein Billett für die öffentlichen Verkehrsmittel besorgen. Mit denen kann sich gemütlich an einen Weg fahren lassen, auf dem ungestört spazieren gehen kann. (Bis natürlich eine Horde MTB’ler auftauchen.

RATA-Race across the alps

Strecke: 530KM
Höhenmeter: 14000hm
Zeit: 27h 40min

… Die Links der Titel führen zu einer Passbeschreibung von www.quaeldich.de

Der Start

Das Team

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Ohne eine Team geht nichts…

Sonja —> Teamleaderin
Sven —> Technik und Navigation
Levin —> Verpflegung und Fotos
Lothar —> Der Fahrer

Das Material

Simplon Kiaro —> Compact 50-34 11/28
Simlon Pride —> 3fache kl. KB 28 12/27
Begleitfahrzeug Lancia Voyager

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Muss alles stimmen…

Wetter war wunderschön. Blauer Himmel, angenehm warm. Das vereinfacht schon mal die Kleiderfrage.
Wie am Vorabend beim Briefing angesagt, begann die Vorstellungsrunde um 11 Uhr auf dem Dorfplatz von Nauders.

Also um 8 Uhr runter zum Frühstück und ordentlich rein hauen. Der Start ist ja erst um 13 Uhr, so hat das Frühstück Zeit sich zu setzen.

Nur wollte der Magen nicht so recht mitmachen. Zu nervös.
Trotzdem versuchte ich so viel wie möglich zu essen.

Nach dem Essen gingen wir zu den Fahrzeugen und haben das Begleitfahrzeug für die Tour eingeladen. Kleider sortiert, Essen und Trinken bereit gemacht, Werkzeug und Material kontrolliert.
Gegen halb elf gingen wir 4 dann gemeinsam an den Start. Noch war er leer, also Zeit für ein Kännchen Kaffee. Kurz nach 11 ging es dann los. Die Fahrer wurden auf die Bühne geladen und in einem kurzen Interview den Anwesenden vorgestellt.
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Ich hatte mehr schiss vor dem Interview als vor dem Rennen. Pässe bin ich halt schon mehrere gefahren das kenne ich, aber Reden vor der Kamera in ein Mikrofon ist neu für mich.
Nach dem ich mein Senf gesagt habe, sind wir noch etwas Essen gegangen. Spagetti ohne Sosse. Der Magen war aber noch nicht ganz beruhigt und so bekam ich fast. nichts runter.
Kurz vor eins ging es dann an die Startaufstellung. Direkt neben den Lautsprecher. Mit Musik und Hände klatschen wurde eine Art Feststimmung aufgebaut. Ich stand zwischen den anderen Rennfahrer und kam mir wie in einem falschen Film vor. Was mache ich hier? Sehen hier alle aus wie Profis. Da bin ich ja schon auf dem Reschen letzter. Das schaff ich nie… „Noch 15 Sekunden…“ das hat mich wieder zurückgeholt. Also gleich geht’s los .
Punkt 13:00Uhr wurde dann das Feld auf den Weg geschickt. Tief durch atmen und los…
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Reschenpass (1507 m) zum ersten

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So haben mich die Jungs über die Pässe gejagt

Hinter einem Auto wurden wir auf die Strecke geschickt. Schön gemütlich ging es los. Jeder wusste das der Weg lang war. Vielleicht wollte man ja auch nur die Strapazen noch ein bisschen hinaus zögern. Meine Taktik war, mit der 1. Gruppe bis an den Fuss zum Aufstieg des Stilfserjoch zu fahren. Ich wusste, dass ich so den Reschenpass hoch Gas geben muss, aber so hatte ich dann im Flachen auch eine Gruppe. Oben angekommen ging es dann los. 40-50km/h im Flachen. Die Südtiroler haben dieses schöne Wetter für die Heuernte genutzt und so waren Traktoren unterwegs. Diese konnten einer Horde Radler nicht widerstehen. Beim Überholen einer dieser Fahrzeuge, hatte ich die erste Schrecksekunde. Beim Antreten ist mir die Kette vom grossen Blatt gerutscht. ‚Hoffentlich fährt mir jetzt niemand hinten rein!‘, war mein Gedanke. Mit Runterschalten und Rückwärts treten bekam die Kette wieder rauf, aber der erste Teil des Feldes war schon weiter. Die Fahrer hinter mir waren wohl nicht so glücklich über diese Aktion. Aber es ist nix passiert. Zum Glück war der flache Teil vorbei und es ging diese lang gezogenen Kehren runter Richtung Schluderns. Dort sind wir dann wieder wegen Verkehr und Ampel auf die Spitzengruppe getroffen.
Der Rest bis zum Anstieg, bin ich in dann in dieser Gruppe mitgefahren.

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Noch 1 Tag

So der Bus ist gepackt. Jetzt kann es losgehen Richtung Nauders. Das Wetter ist super und die Temperaturen auch. Je näher alles rückt, um so nervöser werde ich. Eigentlich habe ich keinen Grund nervös zu werden. Super Crew, gut trainiert, Wetter stimmt, eigentlich alles bereit für die Tour.
Es ist die Fantasie die mich nervös werden lässt. Ist ja nicht gerade mal eine gemütliche Pässefahrt. Ich male mir aus, was unterwegs alles passieren kann. Auch habe ich ja schon an ein paar Anstiegen ziemlich gelitten. Das wird auch hier wieder passieren. Ich weiss es. Ich kenne die Schmerzen, diese Verzweiflung wenn der Berg immer gleich weit weg ist.
Also was bringt einen dazu so etwas zu machen? Ich weiss es nicht genau. Jeder wird wohl etwas anderes motivieren solche strapazen auf sich zu nehmen.

Jetzt nach dem Briefing bin ich mir nicht so sicher, ob das eine gute Idee war. Sind alles Tiere da, mit einem palmares das es einem Angst und Bange wird.
Am besten ich geh jetzt schlafen und denke nicht mehr daran. Wird einfach eine schöne Radtour. 🙂